Bezugstoffe

Bezugstoffe

Das Besondere einer Rosshaarmatratze von Daniel Heer ist nicht nur ihr Innenleben. Ihre Form, die charakteristische Mischung aus elegantem Quader, weichen Kanten und rhythmischen Vertiefungen ist zu schön, um sie unter Bettwäsche oder Tagesdecken zu verbergen. Daniel Heer hat die Matratze aus ihrem Schattendasein befreit: Jetzt zeigt sie sich mit Bezügen, die aus einer Vielzahl an hochwertigsten Stoffen individuell gewählt werden können. Bei aller Unterschiedlichkeit haben diese Stoffe etwas gemein: Sie sind natürlich, rein, echt – und deshalb schön. Daniel Heer reist um die Welt, um die besten Produzenten für seine Matratzenbezüge zu finden. Alle Stoffe werden den Anforderungen eines Daybed ebenso gerecht wie denen eines Nachtlagers.

 

Ticking

Der Klassiker unter den Bezugsstoffen wurde im 18. Jahrhundert eigens für Matratzen entwickelt. Aus reiner Baumwolle in der englischen Grafschaft Lancashire gewebt, ist dieser Stoff fest, rosshaardicht – und immer gestreift. Einst nur als zweckmäßig angesehen, braucht sich dieser einfache und edle Stoff heute nicht mehr zu verstecken. Er kann sein ehrliches Design auch tagsüber zeigen. Daniel Heer bezieht ihn von der einzigen heute in dieser Region noch produzierenden Manufaktur, die von der britischen Soil Association mit dem GOTS (Global Organic Standard) zertifiziert ist.

Tweed

Tweed: gälisch Clo Mor das große Tuch. Man kennt Tweed als hochwertig gesponnenen Anzugstoff, der aus Schottland und Irland kommt. Als Bezugsstoff ist er nicht nur stark in seiner Qualität, sondern auch in seiner Optik. Mit Tweed bezogene Rosshaarmatratzen machen ein visuelles Statement im Raum, das auf einem Gegensatz beruht: Die „Rauheit“ des Stoffes kontrastiert zu der weichen Form der Matratze. Daniel Heer bietet Tweed als Bezugsstoffe aus beiden Ländern an. Der klassische und berühmtere Harris-Tweed wird auf den äußeren Hebriden vor der Westküste Schottlands gewebt. Ein Manifest garantiert seine Herkunft: „Tweed has been hand-woven by the islanders at their homes in the Outher Hebrides, finished in the Outer Hebrides, and made from pure virgine wool dyed and spun in the Outer Hebrides“. Daniel Heer verwendet hauptsächlich Harris Tweed, der in dem klassischen Plaid-Muster gewebt ist. Dessen Wechselspiel aus Linien und Farben ergibt einen visuell lebendigen und gleichzeitig behaglich wirkenden Bezugsstoff. Anders der Tweed, der aus dem irischen Donegal kommt: Hier verwendet Daniel Heer einen Stoff, der seit Jahrhunderten mit einem hochwertiges Schwurwollgarn gesponnen wird, das mit kleinen farbigen Einschüssen durchzogen ist. Das Blau der Blaubeere, das Lila-Rot der Fuchsie, das Grün des irischen Mooses tritt in kleinen „neps“ auf, die aus dem Gesamtbild des Stoffes nicht herausfallen, aber für seine große Lebendigkeit sorgen. So ist dieser irische Tweed ein optisch ruhigerer Verwandter, aber nicht weniger qualitäts- und wirkungsvoll.

Remix

Daniel Heer bietet den Möbelbezugsstoff Remix an, der von dem italienischen Designer Giulio Ridolfo für Kvadrat entworfen wurde. Dieser Stoff hat kein Muster, aber eine optische Raffinesse: Er besteht aus Mischgarnen, jeder Faden setzt sich aus drei verschiedenen Farben zusammen. So entsteht eine Melange, die mit Licht und Form spielt. Die Oberfläche der Matratze scheint zu leben; in ihren Wölbungen und Vertiefungen verändert sich die Farbe je nach Lichteinfall. Im Laufe des Tages zeigt sie sich bei wechselnder Helligkeit immer anders und immer schön.

Denim

Kein anderes Gewebe prägt unseren Alltag stärker als Jeansstoff. Daniel Heer arbeitet mit dem indigoblauen rohen Baumwollstoff aus der amerikanischen White Oak Cone Mill in North Carolina. Er verwendet ihn auf zwei Weisen: Die Matratze kann mit seiner indigoblauen Vorderseite oder seiner ungefärbten Rückseite bezogen werden. Entscheidet man sich für erstere Variante, entsteht derselbe Effekt wie bei der geliebten Jeans: Die Kanten und die Liegefläche werden heller, aber in den Vertiefungen bleibt der Stoff dunkelblau. So verändert sich die Matratze mit der Zeit, zeigt ehrlich ihre Gebrauchsspuren und altert lebendig.

Hirschleder

Das edelste aller Wildleder liefert der deutsche Rothirsch. Daniel Heer handelt lokal und bezieht es von der Gerberei der Familie Kolesch im Schwäbischen Oberland. Seit dem 18. Jahrhundert wird dort unverändert nach der altsämischen Methode gearbeitet: Das Leder wird mit reinem Weißkalk geäschert, dann in den Biberacher Gerberbach zum Entkalken gehängt und in Dorschtran gegerbt. Mehr als dreihundert verschiedene Arbeitsschritte und über ein Jahr später ist das Leder fertig zur Verarbeitung. Normalerweise wird es dann einseitig außen gefärbt, doch Daniel Heer verwendet es in seiner puren Erscheinung. Denn er möchte die Spuren zeigen, die das Leben auf der Tierhaut geschrieben hat: die Kämpfe der Hirsche in der Brunft. Der Mythos sagt, Kraft und Heldenmut der Tiere gehen auf den Träger seiner Haut über. So ist ein Bett mit einer Hirschledermatratze am Tage wie in der Nacht ein magischer Ort. Überflüssig zu sagen, dass eine Hirschledermatratze in ihrer antiseptischen Eigenschaft für beste Hautverträglichkeit sorgt.

Füllstoffe